Jetzt heißt es Daumen drücken: Das StuFiG-Projekt liegt zur Begutachtung beim Bundesforschungsministerium. Wenn es gefördert wird, profitieren Wissenschaft und Praxis. Eine Entscheidung wird im Sommer 2026 erwartet. Bei einer Zusage kann mit einem Projektstart ab Anfang 2027 gerechnet werden.
Interessensbekundung
Schon jetzt können Interessierte (aus Praxis und Wissenschaft) sich in eine Interessierten-Liste eintragen. Sobald klar ist, ob das Projekt kommt, melden wir uns und bieten Unterstützung und weitere Kontakte an.
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Kurzbeschreibung
Mit dem Schuljahr 2026/27 tritt bundesweit der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung von Kindern im Grundschulalter in Kraft. Der Rechtsanspruch gilt, mit Ausnahme von vier Wochen Schließzeit, auch in den Ferien. Kommunen stehen vor der Aufgabe, verlässliche und qualitätsvolle Betreuungsangebote in den Ferien bereitzustellen. Hierbei sind sie auf Kooperationen mit Jugendverbänden angewiesen. Mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetz zur Stärkung der Angebote der Jugendarbeit im Ganztag während der Schulferien wurde auf diese Herausforderung reagiert: Künftig sollen Ferienangebote öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendarbeit als rechtsanspruchserfüllend gelten.
Das Projekt begleitet Kommunen und Jugendverbände bei der Entwicklung von Ferienangeboten und stellt empirische Grundlagen für multiplizierbare und skalierbare Kooperationsmodelle bereit. Als Grundlage der Qualitätssicherung für lokale Träger wird ein Verfahren zur vernetzten Selbstevaluation für Ferienangebote entwickelt. Die Untersuchung soll zunächst einen Schwerpunkt auf Projekte in Baden-Württemberg setzen, hierfür haben die beiden relevanten Dachverbände (für die Kommunen: Städtetag Baden-Württemberg; für die Jugendverbände: Landesjugendring Baden-Württemberg) ihre Kooperation zugesagt. Die bundesweite Multiplikation und Implementierung der Ergebnisse ist über drei Praxispartner auf Bundesebene gewährleistet.
Das Vorhaben gliedert sich vier Teilprojekte auf:
Teilprojekt 1: Quantitative Re-Analyse der bundesweiten Daten aus der amtlichen Statistik zu Ferienmaßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit
Teilprojekt 2: Wissenschaftliche Begleitung von Praxisprojekten in ausgewählten Kommunen und Jugendverbänden (qualitative Studie)
Teilprojekt 3: Entwicklung und Implementierung eines praxisnahen Evaluationssystems für Ferienangebote (Weiterentwicklung des Online-Tools i-EVAL-Freizeiten)
Teilprojekt 4: Dissertation zu inhaltlichen Aspekten der Kooperation (Promotionsvorhaben im Projekt)
Hintergrund
Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg hat einen Förderantrag für das Projekt „StuFiG“ im November 2026 in der Förderlinie „HAW ForschungsPraxis“ eingereicht. Im Fokus dieser Förderrichtlinie steht die Zusammenarbeit von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit außerhochschulischen Praxispartnern. Dabei soll der Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die praktische Anwendung gestärkt werden.
Praxispartner
Folgende Praxispartner haben ihre Unterstützung für das Projekt StuFiG zugesagt
- Deutscher Bundesjugendring
- BundesForum Kinder- und Jugendreisen
- transfer e. V. – Fachverein für Kinder- und Jugendreisen
- Landesjugendring Baden-Württemberg
- Städtetag Baden-Württemberg


